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Digitale Intelligenz auf dem Weg in die Praxis – Zukunftsforum zeig-te aktuellen Stand der Technik auf

Für die 120 Besucher erwies sich das dritte Zukunftsforum, welches von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), der Industrie- und Handels-kammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, dem TechnologyMountains e.V., der Hochschule Furtwangen und dem Marketing-Club Schwarzwald-Baar gemein-schaftlich ausgerichtet wurde, als spannender Statusbericht zur digitalen Intel-ligenz. Das Fazit des Abends: Künstliche Intelligenz ist extrem vielseitig, steckt aber zum Teil noch in den Anfängen, wenn es um die praktische Nutzung geht. Dies verdeutlichte auch eine einleitende Live-Digitalumfrage unter den Teilnehmern.

Spannende Vorträge mit Praxisbezug
Wie andere mit diesen Technologien in der Praxis bereits erfolgreich verfahren, verdeutlichten die Referenten, die jedoch zu ganz unterschiedlichen Ergebnis-sen kamen, was die praktische Anwendbarkeit künstlicher Intelligenz angeht. So machte Andreas Sicheneder von der Audi Business Innovation GmbH deut-lich, dass für die Auslegung von Software grundsätzlich der Benutzer im Fokus stehen müsse. Anwendungsbeispiele dieser Strategie seien Vorhaben zur Op-timierung unterschiedlichster Produkte im VW-Konzern, zum Beispiel der Mobili-tätsplattform „Audi on demand“, für die Analysen zum Nutzerverhalten der Car-Sharing-Idee erstellt werden.

Dr. Günter Möckesch von der AI4BD Deutschland GmbH zeigte Wege auf, wie man künstliche Intelligenz kostengünstig nutzt – nämlich indem man nicht für jede Anwendung eigene Algorithmen entwickelt, die schnell wieder veralten, sondern indem man breit ausgelegte Algorithmen zielführend kombiniert. Rou-tine-Vorhaben wie das Verbuchen von gescannten Rechnungen könnten so durch künstliche Intelligenz deutlich produktiver erledigt werden.

Nach einer Pause, in der sich die Besucher auf den Ständen der Aussteller über deren Anwendungen künstlicher Intelligenz befassen konnten, stellte Alexander Aberle von der Sick AG vor, wie künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Lernprozesse immer stärker Einzug halten: So sei der Sensor-Hersteller aktuell mit der Nutzung des so genannten „Deep Learnings“ be-schäftigt. Hier erarbeiten sich Computer durch die Auswertung möglichst vieler Beispiele Kriterien selbst, um Aufgaben erfolgreich lösen zu können.

Genau diesen Umstand kritisierte Prof. André Kuck von der DHBW: Problema-tisch sei zudem, dass künstliche Intelligenz theoretisch unendlich viele Daten benötige, um wirklich zuverlässige Prognosen treffen zu können. Er setze auf die Emergenz-basierte Statistik, die mit Mustererkennung aus Daten der Ver-gangenheit bessere Prognosen gelingen als über die Methoden der Künstli-chen Intelligenz.

Veranstalter, Referenten und Teilnehmer waren sich einig: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind bereits heute schon wichtige Bestandteile des Wirt-schaftslebens und werden auch zukünftig immer wichtiger für die Unterneh-men sein, um dem globalen Wettbewerb zu begegnen.

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