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Zweites Zukunftsforum – ein voller Erfolg Thema „Wirtschaftsmacht China – Partner oder Konkurrent?“

Auch in diesem Jahr war das Zukunftsforum in den Räumlichkeiten der Dualen Hochschule in Villingen-Schwenningen ein voller Erfolg. Im Mittelpunkt stand die Frage „Wirtschaftsmacht China – Partner oder Konkurrent?“ und im Laufe des Abends wurden neue Perspektiven auf Geschäfte mit China geschaffen.

 

Zweites Zukunftsforum – ein voller Erfolg

Thema „Wirtschaftsmacht China – Partner oder Konkurrent?

 

Auch in diesem Jahr war das Zukunftsforum in den Räumlichkeiten der Dualen Hochschule in Villingen-Schwenningen ein voller Erfolg. Im Mittelpunkt stand die Frage „Wirtschaftsmacht China – Partner oder Konkurrent?“ und im Laufe des Abends wurden neue Perspektiven auf Geschäfte mit China geschaffen. Das zweite Zukunftsforum Villingen-Schwenningen wurde von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, dem Technologieverbund TechnologyMountains, der Duale Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen, der Hochschule Furtwangen sowie dem Marketing-Club Schwarzwald-Baar veranstaltet.     

 

Für das Veranstalter-Konsortium aus Dualer Hochschule Baden-Württemberg Villingen Schwenningen, IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, TechnologyMountains e.V., Marketing-Club Schwarzwald-Baar und Hochschule Furtwangen erweist sich die Idee des Zukunftsforums als Erfolgsmodell: Sorgte bereits im Vorjahr das Thema „Hightech Sales“ für einen vollen Hörsaal in der DHBW VS in Schwenningen, so zog das diesjährige Thema nicht weniger Interesse auf sich. Rund 100 Besucher füllten die Reihen fast bis auf den letzten Platz. Alle einte das Interesse daran, wie man die neue Wirtschaftsgroßmacht China aus Experten- und Praktikersicht aktuell einschätzen muss – und dieses Interesse wurde intensiv gestillt.

 

Vier Vorträge rund um das „Reich der Mitte“

Mit einem klaren Bild von der neuen Wirtschaftsgroßmacht China verließen die rund 100 Besucher das 2. Zukunftsforum an der Dualen Hochschule in VS-Schwenningen am Montagabend: Gleich vier Vorträge von Experten und Praktikern brachten Licht ins Dunkel um aktuelle Mythen und Entwicklungen im „Reich der Mitte“, das in Wirtschaftskreisen immer noch eine Größe mit vielen Unbekannten ist. Im Zentrum der Vorträge standen die wesentlichsten Unklarheiten: die gespürt enorm vielen Unternehmenskäufe chinesischer Investoren in Deutschland, die Projekte rund um die „Neue Seidenstraße“ sowie den Umgang der Chinesen mit geistigem Eigentum und Patenten.

 

Den Anfang machte Frank-Christian Raffel, geschäftsführender Gesellschafter bei MelchersRaffel Ltd., eines aus Bremen stammenden und seit rund 150 Jahren in China aktiven Beratungsunternehmens. Raffel warf einen scharfen Blick auf die chinesischen Unternehmenskäufe in Deutschland der vergangenen Jahre, die immer wieder für Schlagzeilen und Unruhe in der Wirtschaft gesorgt hatten. Die Zahlen und Statements, die er präsentierte, wiesen fast durchweg in eine Richtung bei der Beurteilung solcher Vorgänge: „Amerikanische Investoren kaufen in Deutschland deutlich mehr Unternehmen als chinesische. Und die Chinesen seien bei ihren Zukäufen nicht auf schnelle Rendite aus.“ Vielmehr gehe es darum, mit Hilfe deutscher Know-how-Träger die Folgen des rasanten chinesischen Wachstums kompensieren zu können. So werde an deutschen Standorten nicht etwa einfach Know-how abgezogen, sondern investiert, um Kapazitäten zu stärken.

 

Tobias Urban (German Industry and Commerce Greater China GmbH) zeigte in seinen Vortrag zur „Neuen Seidenstraße“ die neuen Wege für bilateralen Frachtverkehr zwischen China und Europa auf und ging auch auf die Absicht Chinas ein, durch Abbau von Handels- und Investitionshemmnissen entlang dieser Routen auch wirtschaftliche Aktivität anzukurbeln. Rund 900 Milliarden US-Dollar will die chinesische Führung hierfür zur Verfügung stellen. Sowohl besser ausgebaute Eisenbahnstrecken als auch Schifffahrtsrouten sollen den Handel zwischen den Kontinenten optimieren helfen.

 

Nach einem gemeinsamen Imbiss mit kleinen asiatischen Speisen widmete sich der zweite Programmteil des Zukunftsforums der Frage, wie es in China inzwischen um den Schutz geistigen Eigentums bestellt ist. Johannes und Peter Sterman, Inhaber eines auf Spannsysteme spezialisierten Unternehmens in St. Georgen, berichteten von ihren Erfahrungen bei der Zulieferung von Maschinenkomponenten für die Getriebefertigung nach China: Bemerkenswert sei die knappe Projektzeit gewesen, aber auch das gezielte Einkaufen von deutschem Know-how für die Umsetzung einer chinesischen Konstruktion. „Da gibt es heute kaum noch Qualitätsunterschiede mehr zu europäischen Konstruktionen“, betonte Peter Sterman.

 

Die rechtlichen Aspekte in Sachen Know-how-Schutz griff Professor Niels Behrmann auf: Er zeigte auf, wie weit die chinesische Gesetzgebung inzwischen die internationalen Maßstäbe rund um diesen Schutz erfüllt, aber auch, wo die Fallstricke liegen. So gebe es wichtige, von gewohnten Strukturen abweichende Verhaltensregeln bei der Eintragung von Patenten und Marken in China. Zu beachten seien auch ganz praktische Details wie die Risiken bei gemeinsamer Patenteintragung mit einem chinesischen Partner, der dadurch auch das Recht erhalte, unabhängig Lizenzen zu vergeben. Und auch vor der unerlaubten Kopie von könne man sich oft mit relativ einfachen Mitteln schützen, etwa durch das Einbetten von Markenzeichen in Software-Code. „Wenn man amtlich erhobene, starke Beweise hat, ist es auch in China möglich, sein geistiges Eigentum wirksam zu schützen“, so sein Fazit.

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